

TCM betrachtet den Menschen als eine Einheit von Körper und Geist.
Diese ganzheitliche Herangehensweise bietet eine alternative Perspektive auf Gesundheit und Wohlbefinden, die die Bedürfnisse des Einzelnen berücksichtigt und die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt.
Die Traditionelle Chinesische Medizin blickt auf eine mehr als 2.000-jährige Geschichte zurück. Ihre Grundlagen finden sich in klassischen Texten wie dem „Huangdi Neijing", in dem der Mensch als Einheit aus Körper, Geist und Umwelt beschrieben wird. Im Laufe der Jahrtausende hat sie sich durch neue Ideen, klinische Weiterentwicklungen und regionale Denkschulen weiterentwickelt, geprägt von den Krankheiten, die Menschen in bestimmten Regionen zu bestimmten Zeiten betrafen. Der Arzt Li Dong-Yuan (1180–1251) etwa erkannte, dass falsche Ernährung, Überlastung und emotionale Belastung zu den häufigsten Krankheitsursachen gehören; seine Erkenntnisse bilden bis heute den Kern meiner eigenen Arbeit. Was wir heute praktizieren, ist daher das Ergebnis einer langen, sich stetig weiterentwickelnden Tradition, kein unverändertes Wissen aus der Antike.
Nach fast 20 Jahren in der Praxis sind diese Prinzipien für mich kein historisches Rahmenwerk, zu dem ich lediglich ein Lippenbekenntnis ablege, sondern die tatsächlichen Diagnosewerkzeuge, mit denen ich verstehe, was bei einem Patienten vor sich geht.


Chinesische Kräuter können auf verschiedene Weise verabreicht werden, z.B. durch Abkochen (Dekokt), in Form von Pillen oder Kapseln, als Tinktur oder Granulat zum Einnehmen. Die Rezeptur wird immer ganz individuell auf meine Patienten abgestimmt.
In diesem Blogbeitrag wird die TCM Kräutertherapie ausführlich erklärt.




Die Ernährungstherapie hat in China eine lange Tradition. In der chinesischen Medizin überschneiden sich die Rollen von Ernährung und Medizin sehr häufig. Es handelt sich dabei weniger um eine strenge Diät als eine Umgestaltung der Ernährung, die auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.
Lies meine Blogbeiträge über die Verdauung in der TCM und warum ein warmes Frühstück wichtig ist.
Der Begriff Qigong bedeutet „Arbeiten mit Qi“. Qigong-Übungen sind eine Reihe von entspannten Bewegungen, Körperhaltungen und Atemtechniken, die darauf abzielen, sich zu entspannen, zu erden, die Atmung zu verbessern, die Selbstheilungsmechanismen des Körpers zu aktivieren und die Zirkulation von Qi und Blut zu verbessern.
Lies meinen Blogbeitrag darüber, warum die Atmung so wichtig ist.


Yangsheng 養生 bedeutet „Leben nähren" und ist keine eigenständige Behandlungsmethode, sondern eine Lebensphilosophie und Sammlung von Prinzipien für ein gesundes Leben. Im Zentrum steht der Gedanke, dass Vorbeugung die beste Medizin ist und dass wir Ernährung, Schlaf, Bewegung und Alltag im Einklang mit den wechselnden Zyklen und Jahreszeiten gestalten sollten, um Gesundheit zu bewahren und Krankheiten vorzubeugen.
Lies meinen Blogbeitrag über Yangsheng.
Bei der ersten Sitzung fangen wir immer mit einer ausführlichen Beratung und einer individuellen TCM-Diagnose an. Danach schlage ich dir die beste TCM-Behandlungsmethode für dich und deine Symptome vor. Dann besprechen wir deinen individuellen TCM-Behandlungsplan und dabei werde ich dir alles erklären und deine Fragen beantworten. Falls eine Behandlung mit Akupunktur geeignet ist werden wir auch gleich die erste Behandlung durchführen.
Die Häufigkeit der TCM-Behandlung hängt vom Schweregrad und der Art der Beschwerden (auch Kinderwunsch) ab und davon, welche TCM-Behandlungsmethode angewendet wird. Bei akuten Beschwerden sind in der Regel weniger Behandlungen erforderlich, dafür aber in kurzen Abständen hintereinander, bei chronischen Erkrankungen sind es in der Regel mehr. Nach der ersten ausführlichen Beratung und TCM-Diagnose kann ich dir die voraussichtliche Häufigkeit und Prognose entsprechend deiner persönlichen Situation genauer erklären.
Mit den „5 Säulen der TCM“ sind meist Akupunktur, Kräutertherapie, Tuina, Qigong und Ernährungslehre gemeint. Da dieser Begriff eine starke Vereinfachung darstellt (es gibt mehr als fünf Behandlungsmethoden in der TCM) und er seinen Ursprung im Westen und nicht in China hat, verwende ich ihn nicht. Deshalb spreche ich lieber von den verschiedenen Behandlungsmethoden der TCM.
Qi ist ein Konzept in der TCM, das meistens als die Lebensenergie übersetzt wird, aber das wird dem Begriff nicht ganz gerecht. Ich persönlich beschreibe es als die kleinste Form von Materie, die alles erschafft und miteinander verbindet. Es ist zudem wichtig, darauf hinzuweisen, dass Qi ein Konzept ist und nicht immer in derselben materiellen Form existieren muss. Zusammen mit Blut und Körperflüssigkeiten muss Qi frei fließen und im Gleichgewicht bleiben, damit der Körper richtig funktioniert. Wenn es stagniert oder aus dem Gleichgewicht gerät, können gesundheitliche Probleme entstehen. Ein großer Teil meiner Behandlung zielt genau darauf ab: diesen Fluss und dieses Gleichgewicht wiederherzustellen.
Die TCM gilt als sichere und schonende Behandlungsmethode, wenn sie von qualifizierten Fachkräften durchgeführt wird. In seltenen Fällen kann Akupunktur leichte Rötungen oder kleine Blutergüsse an den Einstichstellen verursachen; diese Reaktionen sind in der Regel harmlos und klingen schnell ab. Bei der Kräutertherapie werde ich vorab deine Krankengeschichte und deine derzeitigen Medikamente mit dir besprechen, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden.
Ich verwende ausschließlich geprüfte Kräuter aus zertifizierten Apotheken in pharmazeutischer Qualität. Jede Rezeptur stelle ich individuell zusammen und berücksichtige dabei deine aktuellen Medikamente und deinen Gesundheitszustand. Mein Master of Science (MSc) in Chinesischer Kräutertherapie hat mir dafür eine fundierte Grundlage gegeben.